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Alice Dreifuß-Goldstein bei ihrer Rede in der Lessing Realschule 2004.
Foto: Andreas Haun

Alice Dreifuß - die Kämpferin für Menschenrechte

Die Eltern von Alice Dreifuß führten in Kenzingen ein Stoff- und Haushaltswarengeschäft und waren im katholischen Kenzingen sozial und kulturell integriert. Der Vater sang im Gesangsverein, kegelte, spielte regelmäßig Karten und auch die Mutter engagierte sich im Dorf an Fasnacht und auf dem Weihnachtsmarkt.

Für die kleine Alice, die im September 1931 geboren wurde, verliefen die ersten Lebensjahre glücklich und entspannt bis ihr Vater als Jude nach der Machtergreifung 1933 nicht mehr Mitglied im Sportverein sein durfte. Ihr Großvater und Vater wurden nach der Pogromnacht wurden ins Konzentrationslager Dachau verschleppt und das Geschäft geplündert. Neben vielen anderen Ausgrenzungen und Schikanen mussten die Eltern das Geschäft 1938 schließen.

Im August 1939 konnte die Familie Dreifuß – vier Tage vor Ausbruch des 2. Weltkriegs – trotz vieler bürokratischer Hürden – in die USA ausreisen. Die Großeltern aus Freiburg hatten jedoch keine Visa erhalten und wurden  1944 in Auschwitz ermordet. Alice Dreifuß-Goldstein wurde nach ihrer Ausreise zur Kämpferin für Menschenrechte.

Mehr Infos zu Alice Dreifuß auf den Ausstellungsfahnen

 

Abbildungsnachwei Ausstellungsfahne Alice Dreifuß