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Malika M. und andere bei der Bearbeitung der Website im Compterraum.
Foto: Rosita Dienst-Demuth

Website der Geschichtswerkstatt der Lessing-Realschule

Mit der Erstellung einer Website werden die Rechercheergebnisse der Geschichts-Werkstatt nachhaltig gesichert und allen Schulen sowie einer größeren Öffentlichkeit leicht zugänglich gemacht. Bis 2001 waren die Dokumente und Schickale der ehemaligen Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg in der Öffentlichkeit Freiburgs und der gesamten Umgebung vergessen. Die Geschichtswerkstatt hat diese 2001 aus der Vergessenheit hervorgeholt. So wurden unter anderem mehrere Dokumentationen, ausführliche Powerpoints, etliche Radio-Beiträge und zahlreiche Filme erstellt, die auf der Website abrufbar sind. Die Website wird sukzessive durch ‚Work in Progress‘ aktualisiert.

Weiterhin wird die Website die Zusammenarbeit mit anderen Gedenkstätten und Initiativen ermöglichen. Sie erleichtert zudem die Arbeit mit den Zeitzeugen und den Austausch mit den Herkunftsorten der ehemaligen ZwangsschülerInnen. Weiterhin wird die Zusammenarbeit mit allen ähnlichen ehemaligen jüdischen Zwangsschulen, zum Beispiel in Stuttgart, Pforzheim, Karlsruhe und Heidelberg gefördert. Die Website bietet zudem die Möglichkeit zur Beschäftigung mit weiteren Fragestellungen zu erschienen Publikationen und Filmen in anderen Schulen oder zu entsprechender Öffentlichkeitsarbeit.

Unter dem Menüpunkt 'Für Schüler' werden z.B. Vorschläge gemacht, wie Schüler selbständig Hintergründe zu einzelnen Schicksalen kennenlernen und erarbeiten können. Für interessierte Lehrer werden sukzessiv didaktische und methodische Hinweise zur Verfügung gestellt.

Im Herbst 2016 wird im Augustinermuseum die große Ausstellung ‚Nationalsozialismus in Freiburg‘ eröffnet. Für die Dauer von zwei Jahren, wird erstmals eine umfassende Ausstellung zu dem Thema in Freiburg zu sehen sein. Einzelne Exponate der Geschichtswerkstatt werden dort mit ausgestellt.  Im Ausstellungs-Katalog wird die Geschichtswerkstatt vorgestellt und auf deren Website verwiesen.

Die ursprünglich vorgesehenen QR-Codes werden durch eine App ersetzt. Diese App entsteht unter der Leitung von Angelika Zinsmaier, Mitarbeiterin der Städtischen Museen Freiburg, Abteilung Kommunikation und Vermittlung. Diese App bietet eine Stadtführung zum Thema Nationalsozialismus in Freiburg. Eine Station in der virtuellen Stadtführung wird die Geschichtswerkstatt „Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg, 1936-1940“ sein.

Um den ca. zwei-minütigen Beitrag für die App zu produzieren, interviewten Angelika Zinsmaier/Städische Museen Freiburg und Sabine Mila Kunz/Firma Pirool Audioprojekte am Ende des Schuljahres 2015/2016 drei Schüler der Geschichtswerkstatt und Rosita Dienst-Demuth. Diese App wird auch nach dem Ende der Ausstellung der Öffentlichkeit und allen Interessierten zur Verfügung stehen.