Geschichtswerkstatt der Lessing-Realschule Freiburg

18.06.2019
Französisches Ausweispapier von
Margot Dreyfuss nach Kriegsende.
Nachlass Margot Dreifuss-Blank, Holocaust-Museum/Richmond

Margot Dreyfuss - wie den Tod der Eltern überwinden?

Margot Dreyfuss kam als zweite Tochter der Familie Dreifuss 1925 in Schmieheim bei Lahr zur Welt. Ihr Vater betrieb einen Zigarrenhandel, da zu dieser Zeit in der Umgebung von Lahr noch in großem Umfang Tabak angebaut wurde. Die Verfolgung in Schmieheim begann 1934. Die ältere Schwester Charlotte konnte bereits 1938 in die USA ausreisen. Margot Dreyfuss konnte sich mit elf Jahren aber noch nicht vorstellen, von ihren Eltern getrennt zu sein und blieb bei ihnen in Schmieheim.

Die Familie wurde im Oktober 1940 nach Gurs deportiert und später in das Lager Rivesaltes verlegt, wo beide Eltern 1941 innerhalb von drei Wochen starben. Die Versuche der in die USA ausgewanderten älteren Schwester Charlotte wenigstens die jüngere Schwester Margot in Sicherheit zu bringen waren erfolglos. 1942 wurde Margot von der Hilfsorganisation Œuvre de Secours aux Enfants (OSE) aus dem Lager Rivesaltes gerettet. Nach der Befreiung Frankreichs begann Margot im Oktober 1944 für die OSE in einem Heim für heimatlos gewordene jüdische Kinder bei Paris zu arbeiten. Im August 1946 wanderte sie in die USA aus und arbeitete dort als Künstlerin. Sie starb 2007.

Mehr Infos zu Margot Dreyfuss auf den Ausstellungsfahnen

 

Abbildungsnachweise Ausstellungsfahnen Margot Dreyfuss