Geschichtswerkstatt der Lessing-Realschule Freiburg

19.08.2019

Lotte Schwab - gerettet durch die Quäker

Karteikarte des Kinderheimes Chabannes aus dem Archiv des Memorial de la Shoah, Paris
Foto: Rosita Dienst-Demuth, 2007

Lotte Schwab war 4 Jahre alt, als ihre Mutter 1932 an Lungenentzündung starb. Da sie keine Geschwister hatte, wurde Lotte nach der Verhaftung ihres Vaters durch die Nazis 1933 von den Geschwistern ihres Vaters in Villingen aufgenommen. Ab 1938 durfte Lotte Schwab die Schule in Villingen nicht mehr besuchen und wurde zunächst von ihrem Onkel zu Hause unterrichtet. 1939 wurde sie dann in Freiburg in einer jüdischen Pension in der Gerberau aufgenommen, um die Zwangsschule zu besuchen bis sie mit den anderen badischen Juden am 22.Oktober 1940 in das Internierungslager Gurs abtransportiert wurde.

In Gurs traf die mittlerweile 12-jährige Lotte ihren Vater, ihre Tante und ihren Onkel aus Villingen wieder. Im Januar 1941 kam sie in ein französisches Kinderheim. Von dort aus konnte sie im September 1941 mit einem Kindertransport der Quäker nach Amerika ausreisen. Sie wurde in Mount Vernon in der Nähe von New York City von der Cousine ihres Vaters aufgenommen. “Ich weiß nicht, was mit meinem Vater geschah,...“, hatte sie schon beim ersten Telefonat mit geteilt.

Weitere Infos zu Lotte Schwab auf den Ausstellungstafeln

 fileadmin/medien/Bild/Schicksale/Abbildungsnachweise_Ausstellungsfahne_Lotte_Schwab.pdf

Abbildungsnachweise Ausstellungstafel Lotte Schwab